Husum
In keinster Weise negativ war es gemeint, als Theodor Storm seine Heimatstadt als „Graue Stadt am Meer“ bezeichnete. Viel mehr kommt darin die Liebe für einen Ort zum Ausdruck, der neben seiner kleinstädtischen Idylle und der Schönheit seiner Gassen etwas Raues an sich hat. Das Meer mit seiner Brandung, die Bewohner mit ihrer liebevoll schroffen Art, kalte Tage im Winter. All dies ist Husum und gerade diese Attribute machen die oft windige Stadt zu etwas Besonderem. In den gemütlichen Cafés der winzigen Gässchen lässt es sich gut aushalten, bei gutem wie bei schlechtem Wetter. Die Lage des Ortes könnte für Naturfreunde kaum besser sein. Direkt bei Husum liegt der inzwischen zum UNESCO Weltnaturerbe gehörende Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
Doch auch Husum selbst ist nicht ohne Grund Schauplatz zahlreicher Filme und Serien geworden. Der Binnenhafen liegt direkt in der Innenstadt. Viele Cafés, Fischrestaurants und Souvenirläden befinden sich in direkter Umgebung. Dort können dann unter anderem die historischen Schiffe, die im Binnenhafen vor Anker liegen, im Miniaturformat als Buddelschiffe erworben werden.
Auch kulturell gibt es in Husum ein vielfältiges Angebot. Besonders interessant für einen Einblick in die Geschichte, Kultur und Tradition der Region ist das Nordsee Museum. Die friesische Geschichte wird darin ebenso anschaulich erklärt wie der für viele Besucher noch unbekannte Lebensraum Wattenmeer. Fundstücke aus dem Watt gehören zu den Highlights des Museums. Einen literarischen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung nimmt das Theodor-Storm-Haus ein. Der wohl bekannteste Husumer aller Zeiten gehört zu den bedeutendsten deutschen Dichtern des 19. Jahrhunderts. Der Künstler wohnte und arbeitete in diesem Haus über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren.